Wann wird aus Schnaps Likör?
Spirituosen sind im Allgemeinen sehr kalorienreich. Je höher der Alkoholgehalt, desto kalorienreicher ist der Schnaps oder Likör. Schnaps und Likör unterscheiden sich in Alkohol- und Zuckergehalt sowie in der Herstellung. Aus Schnaps wird in der Regel kein Likör, da Schnaps mehr Alkohol und weniger Zucker als Likör enthält.Würde man dem Schnaps mehr Zucker hinzu fügen, bleibt da immer noch der wesentlich höhere Bestandteil an Alkohol, der zu seinen Hauptmerkmalen zählt.
Im Spätsommer werden Garten- Früchte gerne zu Schnaps oder Likör verarbeitet. Dazu setzt man die Früchte mit Zucker und Alkohol auf. Zu den beliebtesten Früchten für den Likör oder Schnaps gehören die Himbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Pflaumen, Kirschen, Birnen und Schlehen. Der sogenannte Aufgesetzte wird ganz einfach und mühelos direkt in der Flasche hergestellt. Auf diese Weise gelingt der Ansatz von Schnaps und Likör völlig unkompliziert. Zunächst werden die ausgewählten Früchte in eine Flasche gefüllt und mit einfachem- oder Kandis- Zucker bedeckt. Als Alkoholzusatz wird nun Wodka, Weizen- Korn, Weinbrand oder Rum dazu gegeben.

Je nach Belieben und Frucht- Sorte können auch Gewürze wie Zimt, Nelken, Vanille oder Minze hinzugefügt werden. Danach wird die Flasche mit dem angesetzten Schnaps gut verschlossen an einem kühlen Ort aufbewahrt. Der aufgesetzte Schnaps oder Likör muss nun zirka sechs Wochen ruhen. Nach dieser Zeit ist der Aufgesetzte ausreichend gereift, so dass er durch ein feines Sieb oder Tuch abgegossen werden kann. Anschließend wird der Likör in eine saubere Flasche umgefüllt und fest verschlossen. Jetzt ist der Schnaps oder Likör einige Jahre haltbar.
Für eine Flasche Likör benötigt man 500 Gramm Früchte, 250 Gramm Kandis- Zucker und genügend Alkoholzusatz, um die Flasche vollständig aufzufüllen.